
Hi {{FIrst name}},
Claude Code. Dann Codex. Dann OpenClaw. Dann Hermes. Dann Manus. Und wieder zurück zu Hermes.
So sah mein letztes Jahr aus. Und jedes Mal, wenn ich einen neuen Harness aufgesetzt habe, stand ich vor derselben Frage: Welche Tools brauche ich nochmal? Und wie richte ich die jetzt alle wieder ein?
Beim fünften Mal war klar: Das Problem ist nicht der Harness. Das Problem ist, dass ich keinen festen Tool-Stack habe
Ein Agent ohne Tools ist ein Mitarbeiter ohne Laptop
Stell dir vor, du stellst den klügsten Mitarbeiter der Welt ein. Erster Arbeitstag, top motiviert. Aber du gibst ihm keinen Rechner, keinen Browser, keine Logins. Was kann er tun? Nichts. Er kann dir Ratschläge geben.
Genau da stehen die meisten mit ihren Agents. Starkes Modell, starker Harness, und trotzdem fühlt es sich an wie ein besserer Chatbot. Der Grund liegt selten am Modell. Der Agent hat einfach keinen Zugang zu den Systemen, in denen deine echte Arbeit passiert.
Agents onboardest du wie echte Mitarbeiter. Und Onboarding heißt nicht nur Anweisungen geben. Onboarding heißt: Zugänge einrichten. Beim Agent sind das seine MCPs.
Und hier kommt die Lesson aus meinem Harness-Hopping: Der Harness ist das flüchtigste Teil im Setup. Alle paar Monate gibt es einen Grund zu wechseln. Die Tools bleiben dieselben. Also gehört die Energie in den Tool-Stack. Ich nenne das meinen Evergreen Tool Stack: ein Set an Tools, das jeden Harness-Wechsel überlebt.
Meine 4 Must-Have MCPs
Die Basis meines Stacks ist bewusst kurz. Vier Tools, mit denen du für die allermeisten Business-Use-Cases stark aufgestellt bist.
Firecrawl ist mein Standard für alles mit Web-Inhalten. Der Agent crawlt und scrapt Websites und bekommt sauberes Markdown zurück. Recherche, Wettbewerbsanalysen, Content-Audits laufen bei mir komplett darüber.
Apify ist die Daten-Pipeline dahinter. Über die Apify-Actors kommt dein Agent an strukturierte Daten, die normales Crawling nicht hergibt: LinkedIn-Posts, Google Maps Einträge, Social-Media-Daten.
Playwright ist der unterschätzteste Eintrag der Liste. Der MCP gibt deinem Agent deinen lokalen Browser, inklusive deiner Logins. Damit arbeitet der Agent auch in Tools, die weder MCP noch brauchbare API haben. Er klickt einfach wie du. 🔥
Composio ist der vierte Eintrag, und der verdient einen eigenen Abschnitt. Denn Composio löst das Problem, das mich am längsten genervt hat.
Der Meta-MCP Trick für mehrere Accounts
Der Gmail-MCP kann immer nur mit einem Account verbunden werden. Klingt nach einem Detail, ist aber das größte Problem im ganzen MCP-Ökosystem. Sobald du ernsthaft mit Agents arbeitest, hast du fast immer mehrere Accounts im selben Tool. Zwei Postfächer, zwei Notion-Workspaces, mehrere Kalender. Ich habe das Problem oft aus der Community zurückgespielt bekommen, und lange war die ehrliche Antwort: Dafür gibt es keine gute Lösung.
Composio (composio.dev) löst genau das, kostenlos. Das Prinzip: Du verbindest nicht mehr jeden MCP einzeln mit jedem Harness. Du verbindest deine Tools einmal mit Composio, und Composio hängt als einzelner Meta-MCP an deinem Agent-System. Damit hast du einen Ort für alle MCPs, und du kannst mehrere Accounts pro Tool parallel anschließen. Bei mir laufen aktuell zwei Gmail-Accounts hinter demselben Connector. Ein dritter, vierter, fünfter wäre kein Problem.
Composio unterstützt die gängigen Harnesses direkt: Claude, Claude Code, Codex, ChatGPT, Cursor, Hermes, OpenClaw. Harness-Wechsel heißt ab jetzt: eine Verbindung statt zehn. Super simple.
Mein komplettes Setup zeige ich dir im Video:
Mein Composio-Setup live: Meta-MCP verbinden und zwei Gmail-Accounts an einem Agent (2:30 Min)
Dein 15-Minuten-Setup
Der ganze Trick in drei Schritten: Definiere deine Must-Have-Liste (meine Basis: Firecrawl, Apify, Playwright). Setz Composio als Meta-MCP auf und verbinde dort alle Tools mit Account-Logik. Und beim nächsten Harness verbindest du genau zwei Dinge: deine Basis-MCPs und den Composio-MCP.
Du onboardest nicht mehr jeden Agent einzeln. Du onboardest einmal deinen Tool-Stack. Ab da bekommt jeder neue Agent am ersten Tag Laptop, Browser und alle Logins.
Bau dir jeden fehlenden MCP selbst
Irgendwann triffst du auf ein Tool ohne MCP. Ein Nischen-SaaS, ein internes System. Spoiler: Fast jeder Anbieter hat eine API, und ein MCP ist nur eine dünne Schicht darüber. Im morgigen Member Newsletter gehe ich tiefer:
Wie du aus jeder API-Doku in einer Session einen eigenen MCP-Server baust
Kostenlos hosten auf Cloudflare Workers (oder auf Vercel, wenn dein Stack da läuft)
Mein kompletter api-to-mcp Skill zum Kopieren, inklusive Code-Templates
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