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Hi {{FIrst name}},

am Montag haben sich Firmen, die sich sonst um jeden Entwickler streiten, auf ein gemeinsames Dokument geeinigt. Vercel, Stripe, Auth0, Google, Mintlify, Tavily, Elementor und das MIT.

Das Dokument heißt AgentReady. Es legt fest, was eine Website können muss, damit ein KI-Agent sie benutzen kann. Für mich ist das das größte Announcement in der Agentic Economy dieses Jahr. Lass uns reingehen.

Warum das mehr ist als das nächste Protokoll

MCP, WebMCP, A2A, x402, llms.txt, ACP, UCP. Wenn du mit Agents baust, kennst du diesen Buchstabensalat. Jedes Quartal kommt ein neues Kürzel dazu, und jede "AI-ready Checkliste" listet sie einfach alle auf.

Eine Liste sagt dir aber nur, was es gibt. Was davon wirklich etwas bewirkt, hat bisher niemand gemessen. Genau das hat das Forschungslabor Ora gemacht, das den Standard zusammen mit Vercel geschrieben hat. Sie haben Agents mehr als 250.000 Mal echte Aufgaben auf echten Seiten lösen lassen. Jede Anforderung im Standard ist mit diesen Daten begründet.

Und die Ausgangslage ist krass. Ora hat rund 127.000 Seiten gescannt, nur 6 % kommen auf Note B oder besser. Der Durchschnitt liegt bei 43 von 100 Punkten (Stand Oktober 2026).

Spannend ist auch, wer am Tisch sitzt. Mit Elementor ist WordPress dabei, und auf WordPress läuft ein großer Teil der Mittelstandsseiten im DACH-Raum. Wenn Elementor, Vercel und Stripe den Standard in ihre Voreinstellungen übernehmen, wird Agent-Readiness irgendwann mitgeliefert. Bis dahin braucht es Leute, die das verstehen und umsetzen können.

Spoiler: llms.txt rettet dich nicht ⚠️

Jetzt der Teil, der mir am besten gefällt, weil er unbequem ist. Ora hat eine Doku-Seite in 19 Varianten ausgeliefert, immer mit genau einer Änderung. Dann sollten zwei Agents eine versteckte Antwort darauf finden.

Nur zwei Änderungen haben einen Agent gestoppt. Stand die Antwort nur im JavaScript, kam der einfache Agent nicht ran. Hat die Seite Agents mit einem 403 abgewiesen, kam keiner ran. llms.txt, JSON-LD, Sitemap und Markdown-Kopien haben am Ergebnis nichts geändert.

Ganz ehrlich, das widerspricht vielen Checklisten da draußen. Diese Dateien helfen beim Finden, über das Ergebnis entscheiden sie nicht. Agents landen auf denselben Seiten wie Menschen: in 69 % der Läufe auf der Startseite, in 83 % auf Doku-Seiten.

Und hier wird es geschäftlich. Kann ein Agent eine Seite nicht lesen, antwortet er trotzdem, aus Suchergebnissen und fremden Seiten. Bei 1.056 untersuchten Firmenseiten enthielt so eine Antwort in 25 % der Fälle keinen einzigen gefragten Fakt. Konnte der Agent die Seite selbst lesen, waren es nur 7 %.

Zwei Einschränkungen gehören dazu. "Offiziell" heißt hier Industrie-Konsortium, kein Gremium wie das W3C, und Ora verkauft selbst einen Scanner. Außerdem stammen die Laufdaten vor allem von Entwickler-Produkten wie Stripe oder Zapier. Für den Zahnarzt um die Ecke ist die Datenlage dünner.

Finden, Lesen, Handeln 🎯

Der Standard sortiert alles in drei Stufen, in der Reihenfolge, in der ein Agent einer Seite begegnet. Jede Anforderung hat eine feste ID wie AR-READ-01.

Stufe

Pflicht

Finden

Agents in robots.txt und Bot-Schutz durchlassen

Lesen

Antwort im initialen HTML, echte Statuscodes

Handeln

MCP-Server oder CLI, wenn Agents etwas erledigen sollen

Wer meinen Artikel zum Vercel Shop gelesen hat, erkennt die Drei Türen wieder: Finde-Tür, Lese-Tür, Kauf-Tür. Der Standard hat fast dieselbe Struktur, nur ist Handeln breiter gefasst als Kaufen.

Und hier liegt die Chance für dich als Builder. Rund 80 % der Seiten sind für die großen KI-Crawler erreichbar. Einen MCP-Server, der den Anforderungen entspricht, haben nur 3 %. Lesen ist fast gelöst, beim Handeln fängt das Feld gerade erst an.

Wichtig für alle, die damit arbeiten wollen: Der Standard steht unter MIT-Lizenz. Du darfst ihn nutzen, in eigene Tools einbauen und Services darauf verkaufen. Ein offizielles Zertifikat gibt es nicht. Agent-ready ist eine Seite dann, wenn Agents sie nutzen können.

Ich baue deshalb meinen eigenen Check auf ai-agent-ready.com auf diesen Standard um und pflege kein eigenes Raster mehr daneben. Einen Kampf um die Definition verliere ich gegen Vercel und Stripe. Und ein Kunde vertraut einem offenen Standard schneller als dem Raster eines Einzelnen.

Was ich jedem jetzt empfehle 🛠️

Ich nenne es die Spec-Stack-Service-Leiter. Erst lernst du die Spec, also den Standard selbst mit seinen IDs. Dann lernst du den Stack: Welche Funktion von Vercel, Stripe, Auth0 oder Mintlify löst welche Anforderung? Und dann machst du andere agent-ready.

Die Reihenfolge ist kriegsentscheidend. Wer direkt mit dem Service anfängt, verkauft Checklisten ohne Verständnis. Wer bei der Spec stehen bleibt, weiß viel und verdient nichts damit.

Selbst ausprobieren: 3 Minuten ⚡

Vercel hat mit Ora einen Scanner gebaut: is-agentic.com. Öffne einfach diese zwei Berichte im Browser und vergleich sie:

monday.com kommt auf 87 Punkte, Sephora auf 16 (Stand 23.10.). Schau dir bei Sephora an, warum: Der Bot-Schutz hält ChatGPT- und Claude-Agents mit einer Challenge auf. Der Agent in der Test-Journey musste deshalb komplett auf Suchergebnisse und Drittquellen ausweichen.

Danach gibst du die Domain einer Firma ein, die du kennst oder berätst. Wenn du lieber im Terminal bist, geht dasselbe mit npx is-agentic domain.de.

Und wenn du den Standard schnell verstehen willst, gib deinem Agent diese Zeile:

Lies https://agentready.org/llms.txt und erklär mir jede MUST-Anforderung an einem Beispiel. Halte dich an die AR-IDs.

Happy Building
Sascha

Mein AgentReady-Audit-Kit

Im morgigen Member Newsletter gehe ich tiefer:

  • Die 5 echten Scans (Sephora, Autodesk, Barnes & Noble, JB Hi-Fi, monday.com) und das Muster dahinter

  • Wie du einem Kunden den Befund in drei Sätzen erklärst

  • Mein Audit-Prompt, der eine Domain gegen alle AR-IDs prüft, plus Angebotsvorlage

Dieses fortgeschrittene Tutorial ist exklusiv für Premium-Mitglieder verfügbar. Du erhältst:

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